Die kurze Antwort
Eine professionelle Website für ein KMU in der Region Stuttgart kostet aus unserer Projekterfahrung meist 4.000 € bis 15.000 €. Ein typisches Projekt mit 8 Seiten, eigenem Design und eigenen Texten liegt meist bei 6.000 € bis 9.000 €. Baukästen gibt es ab wenigen 100 €. Online-Shops und Enterprise-Projekte beginnen bei etwa 15.000 €. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Wartung.
Alle Preise in diesem Artikel stammen aus unseren eigenen Projekten und Angeboten. Sie sind keine Marktstudie. Andere Agenturen rechnen anders, und das ist auch in Ordnung. Die Spannen helfen dir, ein Angebot einzuordnen.
Welche Preisklassen gibt es?
| Klasse | Preisrahmen | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Baukasten-Template | ab wenigen 100 € | Vorgefertigtes Design, kaum Anpassung, kein eigenes Copywriting |
| Solides KMU-Projekt | 4.000 € – 15.000 € | Individuelles Design, 5–12 Seiten, eigenes Copywriting, sauberes CMS |
| Enterprise / Shop | ab 15.000 € | E-Commerce, Mehrsprachigkeit, Individualentwicklung, komplexe Integrationen |
Die meisten regionalen KMU landen in der mittleren Klasse. Das gilt für einen Neuaufbau genauso wie für einen Relaunch. Wo du innerhalb der Spanne landest, hängt vor allem von vier Kostentreibern ab.
Was treibt den Preis nach oben?
Funktionen statt Seitenzahl
Eine Landingpage mit Formular kostet grundlegend anders als ein Buchungsablauf mit Kalender, Filtern oder Rechnern. Nicht die Zahl der Seiten treibt den Preis. Es ist die Logik dahinter. Zehn ähnliche Leistungsseiten sind oft günstiger als eine Seite mit Konfigurator.
Eigene Texte
Texte, die verkaufen statt nur beschreiben, brauchen jemanden, der beides kann. Dieser Posten wird oft unterschätzt. Er entscheidet aber, ob eine Seite informiert oder überzeugt. Wer Texte selbst liefert, spart hier Geld. Dafür braucht es dann meist mehr Feedback-Runden.
Eigene Fotos und Videos
Stockbilder sind schnell da, tauchen aber oft auch bei Wettbewerbern auf. Eigene Fotos kosten mehr. Dafür sieht deine Seite nach dir aus und nicht nach einer Vorlage.
CMS und Schulung
Je mehr du nach dem Launch selbst ändern willst, desto mehr Aufwand steckt vorab im Redaktionssystem. Dazu gehören Rechte, Vorlagen und eine Schulung. Ein einfaches, gut erklärtes CMS ist oft wertvoller als ein mächtiges, das niemand im Team bedient.
Mehrere Sprachen
Jede weitere Sprache ist mehr als eine Übersetzung. Texte müssen angepasst, Seiten gepflegt und Suchmaschinen über die Sprachversionen informiert werden. Deshalb liegen mehrsprachige Projekte meist in der oberen Klasse.
Schnittstellen zu anderen Systemen
Soll das Formular Anfragen direkt ins CRM schreiben? Soll ein Buchungssystem oder eine Warenwirtschaft angebunden werden? Jede Schnittstelle braucht Planung, Tests und später Pflege. Kläre deshalb früh, welche Systeme wirklich verbunden sein müssen und welche erst später.
Rechtliche Anforderungen
Cookie-Banner und Barrierefreiheit kosten Zeit in Konzept und Umsetzung. Für Cookies und ähnliche Techniken brauchst du nach § 25 TDDDG grundsätzlich eine Einwilligung, wenn sie nicht unbedingt nötig sind [1]. Seit dem 28. Juni 2025 gilt außerdem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für bestimmte Online-Angebote an Verbraucher, etwa Online-Shops [2]. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen. Ob das BFSG dich betrifft, klärst du im Zweifel mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Das hier ist keine Rechtsberatung.
Warum unterscheiden sich Angebote so stark?
Wer drei Angebote einholt, bekommt oft drei völlig verschiedene Zahlen. Das liegt selten an Abzocke. Meist steckt ein anderer Leistungsumfang dahinter.
- Was im Angebot steckt. Der eine Anbieter rechnet nur Design und Technik. Der andere schreibt die Texte, macht Fotos und richtet das SEO ein.
- Wer die Arbeit macht. Ein Freelancer hat weniger Fixkosten, aber auch weniger Vertretung. Eine Agentur bringt mehrere Rollen mit: Konzept, Design, Text, Technik.
- Template oder eigenes Design. Ein angepasstes Theme ist schneller fertig. Ein eigenes Design passt genauer zu deiner Marke und deinen Kunden.
- Was nach dem Launch passiert. Manche Angebote enthalten Schulung und einen Monat Support. Andere enden mit der Übergabe.
Leg deshalb die Angebote nebeneinander und markiere, welcher Posten wo fehlt. Erst dann vergleichst du Preise. Die Fragen dafür stehen weiter unten.
Kostet ein Relaunch weniger als ein Neuaufbau?
Nicht automatisch. Ein Relaunch spart Arbeit, wenn gute Texte und Bilder schon da sind. Er kostet aber auch zusätzlich. Bestehende Inhalte müssen gesichtet und übertragen werden. Jede alte URL braucht eine Weiterleitung auf die passende neue Seite, damit Rankings nicht verloren gehen.
Aus unserer Erfahrung landet ein Relaunch deshalb in derselben Spanne wie ein Neuaufbau. Eine alte Seite mit vielen Unterseiten und Blogartikeln macht den Umzug aufwendiger. Eine kleine Visitenkarten-Seite ist schnell übertragen.
Wie setzt sich ein 8-Seiten-Projekt zusammen?
Für ein typisches 8-Seiten-Projekt mit eigenem Design, eigenen Texten und Standard-CMS liegen unsere Angebote meist zwischen 6.000 € und 9.000 €. Den Ausschlag geben eigene Fotos und die Zahl der Design-Runden. So verteilt sich das Budget aus unserer Erfahrung. Die Euro-Spalte ist ein Rechenbeispiel für ein Angebot über 7.500 €.
| Posten | Anteil | Bei 7.500 € |
|---|---|---|
| Konzept & Strategie | ca. 10–15 % | 750–1.125 € |
| Design | ca. 25–30 % | 1.875–2.250 € |
| Entwicklung & CMS-Setup | ca. 30–35 % | 2.250–2.625 € |
| Copywriting & Content | ca. 15–20 % | 1.125–1.500 € |
| SEO-Setup & Launch | ca. 5–10 % | 375–750 € |
Liegt ein Angebot weit außerhalb dieser Verteilung, frag nach. Fehlt zum Beispiel der Posten Konzept ganz, wird oft direkt gestaltet, ohne Ziel und Zielgruppe zu klären. Ein solches Projekt mit 5–12 Seiten ohne Shop ist bei uns in 4 Wochen live, gerechnet ab Abschluss des Briefings. Shops oder mehrere Sprachen dauern länger.
Welche Kosten kommen nach dem Launch dazu?
Das Angebot für das Projekt ist meist nur ein Teil der Wahrheit. Diese Posten werden oft übersehen:
- Hosting und Domain. Server, Backups und SSL-Zertifikat laufen jeden Monat weiter.
- Wartung und Updates. Ein CMS mit Plugins braucht regelmäßige Sicherheitsupdates. Ohne Vertrag wird jede Kleinigkeit einzeln verhandelt.
- Änderungen nach dem Launch. Neue Seiten, neue Angebote, neue Bilder. Kläre vorher, was ein Stundensatz oder ein Paket kostet.
- Lizenzen. Premium-Plugins, Schriften oder Bilddatenbanken kosten oft jährlich. Manche Baukästen zeigen das erst nach dem Launch.
- Pflege der Inhalte. Preise, Teamfotos und Referenzen veralten. Jemand muss sie aktuell halten, intern oder extern.
Ein Angebot, das keinen dieser Punkte erwähnt, ist unvollständig. Oder es verschiebt die Kosten stillschweigend auf später.
Wann reicht ein Baukasten?
Ein Baukasten ist keine schlechte Wahl. Er passt nur zu anderen Zielen. Aus unserer Erfahrung reicht er in diesen Fällen:
- Du testest eine neue Geschäftsidee und willst erst sehen, ob Nachfrage da ist.
- Die Website ist eine reine Visitenkarte. Kunden kommen fast nur über Empfehlungen.
- Du hast Zeit und Lust, Texte und Bilder selbst zu pflegen.
Sobald die Website Anfragen bringen soll, stößt ein Template an Grenzen. Das Design ist austauschbar, die Struktur ist nicht auf deine Zielgruppe zugeschnitten. Woran du merkst, dass es Zeit für mehr ist, steht in den 7 Anzeichen für ein Website-Update.
Wie vergleichst du zwei Angebote?
Der Endpreis allein sagt wenig. Entscheidend ist, was dahinter steht. Stell jedem Anbieter diese Fragen:
- Sind Konzept, Design, Entwicklung, Texte und SEO-Setup als eigene Posten aufgeführt?
- Wie viele Design- und Korrekturrunden sind enthalten?
- Wer schreibt die Texte, und wer liefert die Bilder?
- Welches CMS wird genutzt, und gehört die Website am Ende dir?
- Sind Weiterleitungen, Search Console und Sitemap beim Launch enthalten?
- Was kosten Hosting, Wartung und Änderungen nach dem Launch?
- Wie sind Cookie-Banner und Barrierefreiheit gelöst?
Ein auffällig günstiges Pauschalangebot ohne diese Aufteilung bedeutet fast immer zweierlei. Entweder steckt ein Template dahinter, oder Nachforderungen kommen später. Worauf du bei der Wahl der Agentur sonst achten solltest, steht im Artikel Agentur beauftragen.
Wie sparst du, ohne dass es schlechter wird?
- Klein starten. Fünf starke Seiten zum Launch, weitere Seiten in einer zweiten Phase.
- Rohtexte selbst liefern. Stichpunkte zu Leistungen, Preisen und typischen Kundenfragen sparen Recherchezeit.
- Feedback bündeln. Eine Person sammelt alle Rückmeldungen im Team und gibt sie gesammelt weiter.
- Vorhandenes prüfen. Gute eigene Fotos oder ein bestehendes Logo müssen nicht neu entstehen.
- Grundlagen vorher klären. Ziel, Zielgruppe und Zuständigkeiten vor dem Kickoff sparen die teuersten Schleifen. Die Website-Projekt-Checkliste hilft dabei.
Wichtiger als die exakte Zahl ist die Struktur dahinter. Ein Angebot, das offen aufschlüsselt, wofür du zahlst, ist aus unserer Erfahrung ein besserer Hinweis auf Qualität als der Endpreis.