Die ehrliche Antwort auf "was kostet eine Website" ist immer "es kommt darauf an" – aber das hilft niemandem bei der Budgetplanung. Deshalb hier konkrete Rahmen aus unserer Erfahrung mit Projekten in der Region Stuttgart.
Die drei Preisklassen im Überblick
| Klasse | Preisrahmen | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Baukasten-Template | ab wenigen 100 € | Vorgefertigtes Design, kaum Anpassung, kein eigenes Copywriting |
| Solides KMU-Projekt | 4.000 € – 15.000 € | Individuelles Design, 5–12 Seiten, eigenes Copywriting, sauberes CMS |
| Enterprise / Shop | ab 15.000 €+ | E-Commerce, Mehrsprachigkeit, Individualentwicklung, komplexe Integrationen |
Ein Baukasten-Template ist in Ordnung für ein reines Testballon-Projekt, aber selten eine Verkaufsmaschine – das Design ist austauschbar, die Struktur meist generisch und nicht auf deine Zielgruppe zugeschnitten. Für die meisten regionalen KMU landet ein solides, sales-fokussiertes Website-Projekt – ob Neuaufbau oder Relaunch – in der mittleren Preisklasse.
Kostentreiber im Detail
Anzahl und Komplexität der Seiten
Eine einfache Landingpage mit einem Formular kostet grundlegend anders als ein mehrstufiger Buchungsflow mit Kalender-Integration, Filteroptionen oder individuellen Rechnern. Nicht die Seitenzahl allein treibt den Preis, sondern die Interaktions-Komplexität dahinter.
Individuelles Copywriting
Texte, die für Conversion geschrieben sind statt nur beschreibend, brauchen Zeit von jemandem, der beides beherrscht: schreiben und verkaufen. Das ist ein eigenes Handwerk, das oft unterschätzt wird – und der Unterschied zwischen einer Seite, die informiert, und einer, die überzeugt.
Eigene Fotografie und Video
Stockbilder sind schnell verfügbar, aber austauschbar – dieselben Bilder tauchen oft auch bei Wettbewerbern auf. Eigene Fotografie ist teurer in der Produktion, aber der Unterschied zwischen "sieht aus wie jede andere Seite" und "sieht aus wie ihr".
CMS-Komplexität
Je mehr du nach dem Launch selbst ändern können sollst, desto mehr Aufwand steckt vorab in Redaktionssystem, Rechteverwaltung und Schulung. Ein einfaches, gut dokumentiertes CMS ist oft wertvoller als ein mächtiges, das niemand im Team wirklich bedienen kann.
Versteckte Kosten, die oft übersehen werden
Das Angebot für das Website-Projekt selbst ist meist nur ein Teil der Wahrheit. Häufig übersehen:
- Laufende Hosting- und Wartungskosten – Sicherheitsupdates, Backups, Serverkapazität.
- Das initiale SEO-Setup – 301-Redirects, Search-Console-Einrichtung, Sitemap-Konfiguration.
- Ein Wartungsvertrag für Änderungen nach dem Launch – oft der teuerste übersehene Posten, wenn er fehlt und jede kleine Änderung einzeln verhandelt werden muss.
- Lizenzkosten für Premium-Plugins oder -Fonts, die manche Baukastensysteme erst nach dem Launch sichtbar machen.
Ein Angebot, das keinen dieser Punkte erwähnt, ist entweder unvollständig oder verschiebt die Kosten stillschweigend auf später.
Wie du ein Angebot vergleichst
Der Preis allein sagt wenig – entscheidend ist die Aufschlüsselung dahinter. Ein seriöses Angebot trennt Design, Entwicklung, Content-Erstellung, CMS-Einrichtung und SEO-Setup als eigene Posten aus. Ein auffällig günstiges Pauschalangebot ohne diese Aufschlüsselung bedeutet fast immer: Template statt Individualarbeit, oder Nachforderungen, die erst später sichtbar werden. Mehr dazu im Artikel zur Agenturauswahl.
Eine Beispielrechnung
Für ein typisches 8-Seiten-Projekt (Neuaufbau oder Relaunch) mit individuellem Design, eigenem Copywriting und Standard-CMS bewegen sich unsere Angebote meist zwischen 6.000 € und 9.000 € – abhängig davon, ob eigene Fotografie enthalten ist und wie viele Iterationsrunden im Design-Prozess eingeplant sind. Ein Beispiel-Aufbau:
| Posten | Anteil am Gesamtbudget |
|---|---|
| Konzept & Strategie | ca. 10–15 % |
| Design | ca. 25–30 % |
| Entwicklung & CMS-Setup | ca. 30–35 % |
| Copywriting & Content | ca. 15–20 % |
| SEO-Setup & Launch | ca. 5–10 % |
Fazit
Wichtiger als die exakte Zahl ist die Struktur dahinter: Ein Angebot, das transparent aufschlüsselt, wofür du bezahlst, ist in unserer Erfahrung ein zuverlässigerer Indikator für Projektqualität als der reine Endpreis.