LinkedIn ändert seine Limits regelmäßig und kommuniziert sie nicht immer offiziell – die folgenden Werte spiegeln den aktuellen Stand aus eigener Erfahrung und gängigen Community-Quellen wider und können sich ändern. Grundsätzlich gilt: Limits sind kontoabhängig und orientieren sich an Account-Alter, Aktivität und Netzwerkqualität, nicht an einer festen Zahl für alle.
Wöchentliches Limit für Verbindungsanfragen
Die meisten kostenlosen Accounts bewegen sich bei rund 100 Verbindungsanfragen pro Woche als praktisch sicherer Rahmen. Accounts mit hohem Social Selling Index und etablierter Historie berichten von Limits bis zu 200 pro Woche – das ist die Obergrenze, nicht der Standardwert für ein neues oder wenig aktives Profil. Das Limit setzt sich wöchentlich zurück, nicht täglich.
Personalisierte Notizen: 200 vs. 300 Zeichen
Eine Notiz zur Verbindungsanfrage ist bei kostenlosen Accounts auf 200 Zeichen begrenzt, bei Premium-Accounts (inklusive Sales Navigator) stehen bis zu 300 Zeichen zur Verfügung. Zusätzlich gilt für kostenlose Accounts seit einer Änderung im Jahr 2024 ein monatliches Kontingent von nur rund fünf personalisierten Notizen – danach lassen sich zwar weiter Anfragen senden, aber nur noch ohne Notiztext. Premium- und Sales-Navigator-Accounts unterliegen dieser monatlichen Begrenzung nicht.
Die Premium-Pläne im Überblick
- Premium Career – für die eigene Jobsuche gedacht, mit Gehaltseinblicken und Bewerbungs-Insights, für B2B-Vertrieb kaum relevant.
- Premium Business – erweiterte Unternehmensrecherche und mehr Suchfilter, ohne die speziellen Vertriebsfunktionen von Sales Navigator.
- Sales Navigator – das eigentliche Prospecting-Werkzeug für gezielte B2B-Ansprache (siehe eigener Artikel dazu).
- Recruiter Lite – für Recruiting-Teams mit erweiterter Kandidatensuche, für klassisches Vertriebs-Prospecting nicht die richtige Wahl.
InMail-Guthaben
Premium- und Sales-Navigator-Pläne enthalten ein monatliches Kontingent an InMail-Nachrichten, mit denen auch Personen außerhalb des eigenen Netzwerks direkt angeschrieben werden können. Ungenutzte Credits werden je nach Plan über mehrere Monate angesammelt – die genauen Regeln zur Übertragung ändern sich gelegentlich, ein Blick in den aktuellen LinkedIn-Hilfebereich lohnt sich vor der Planung größerer Kampagnen.
Was wirklich zählt: Account-Gesundheit statt Zahlenspiel
Das größere Risiko ist selten das offizielle Limit selbst, sondern automatisierte Tools, die Anfragen und Nachrichten in unnatürlichem Tempo verschicken – das führt zuverlässig zu temporären oder dauerhaften Account-Einschränkungen. Eine niedrigere, aber personalisierte und manuell geprüfte Anfrage-Rate mit hoher Annahmequote bringt langfristig mehr als das Ausreizen jedes verfügbaren Limits.
Die Kurzversion als Checkliste
- Rund 100 Anfragen/Woche als sicherer Richtwert, nicht 200 als Standard
- Notiz-Zeichenlimit: 200 (kostenlos) vs. 300 (Premium/Sales Navigator)
- Kostenlose Accounts: nur ca. 5 personalisierte Notizen pro Monat seit 2024
- Premium-Plan passend zum Ziel wählen – Career/Business/Sales Navigator/Recruiter Lite haben unterschiedliche Zwecke
- Keine Automatisierungs-Tools, die Limits künstlich ausreizen – Account-Gesundheit vor Volumen