Die kurze Antwort

Du kannst bis zu 200 Verbindungsanfragen pro Woche senden. Das Kontingent setzt sich jeden Montag zurück. Ohne Premium darfst du 5 Anfragen im Monat mit einer Notiz versehen, die Notiz hat höchstens 200 Zeichen. Mit Premium kannst du jede Anfrage mit einer Notiz verschicken, und die Notiz darf 300 Zeichen lang sein. Diese Werte stammen aus unserer Praxis (Stand Oktober 2026); LinkedIn veröffentlicht dazu keine vollständige Übersicht.

InMails hängen vom Plan ab: 5 pro Monat bei Premium Career, 15 bei Premium Business und 50 bei Sales Navigator Core [4]. Das größte Risiko ist nicht das Limit selbst. Es sind Automatisierungs-Tools, und die verbietet LinkedIn ausdrücklich [6].

Wichtig: LinkedIn ändert Limits und Pläne ohne Ankündigung. Alle Werte hier haben wir im Oktober 2026 in den LinkedIn-Hilfeseiten geprüft. Vor einer größeren Kampagne lohnt sich ein frischer Blick in die Quellen unten.

Wie viele Verbindungsanfragen darf ich pro Woche senden?

Bis zu 200 pro Woche. Das Kontingent setzt sich jeden Montag zurück (Stand Oktober 2026, aus unserer Praxis). LinkedIn nennt in seiner Hilfe keine feste Zahl, beschreibt aber, wann es Anfragen zusätzlich einschränkt [3]:

  • Du hast in kurzer Zeit sehr viele Einladungen verschickt.
  • Viele deiner Einladungen wurden ignoriert, bleiben offen oder wurden als Spam markiert.
  • LinkedIn vermutet Automatisierung hinter deinen Einladungen.

Das Limit hängt also weniger an einer Zahl als an deinem Verhalten. Wer gezielt Leute anfragt, die dich wahrscheinlich kennen oder dein Thema spannend finden, bekommt mehr Zusagen. Wer wahllos anfragt, sammelt offene Einladungen und landet schneller in einer Einschränkung.

Die 200 sind eine Obergrenze, kein Ziel. Wer sie jede Woche ausreizt und dabei viele offene oder ignorierte Einladungen sammelt, landet trotzdem in einer Einschränkung. Plan deine Woche deshalb nach Annahmequote, nicht nach Maximum.

Was passiert, wenn ich das Limit erreiche?

LinkedIn sperrt dann vorübergehend das Senden von Einladungen. Die Dauer hängt laut LinkedIn-Hilfe von der Situation ab [3]:

SituationWartezeit laut LinkedIn
Erste Einschränkungeinige Stunden
Mehrere Einschränkungen an einem Tageinige Tage
Zu viele offene Einladungenbis zu einem Monat

Die meisten Einschränkungen enden automatisch innerhalb einer Woche [3]. Abkürzen lässt sich das nicht. Der Support kann die Wartezeit weder verkürzen noch den Grund nennen. Auch das Zurückziehen offener Einladungen hebt eine laufende Sperre nicht auf [2].

Daraus folgt eine einfache Regel: Räum offene Einladungen auf, bevor es eng wird. Wir ziehen Anfragen, die nach drei bis vier Wochen nicht angenommen sind, in unseren Projekten zurück. Das hält die Zahl offener Einladungen klein.

Wie lang darf die Notiz zur Verbindungsanfrage sein?

Ohne Premium hat eine Notiz höchstens 200 Zeichen [1]. Mit Premium sind es 300 Zeichen (Stand Oktober 2026, aus unserer Praxis). Kürzer ist trotzdem besser: Die Notiz wird meist auf dem Handy gelesen.

200 Zeichen reichen für zwei kurze Sätze. Das ist genug für einen Anlass und einen Grund, nicht für einen Pitch. Beispiel (fiktiv, 144 Zeichen):

„Hallo Jana, dein Beitrag zu Lieferzeiten im Maschinenbau hat mir einen neuen Blick gegeben. Ich arbeite viel mit Vertriebsteams aus der Branche.“

Kein Link, keine Terminanfrage, kein Angebot. Das kommt, wenn überhaupt, erst nach einem echten Austausch.

Wie viele Anfragen mit Notiz bekomme ich ohne Premium?

Ohne Premium sind es 5 Anfragen mit Notiz pro Monat [2]. Mit Premium kannst du jede Anfrage mit einer Notiz verschicken; das Wochenlimit von 200 Anfragen gilt aber weiter [1].

Für die Praxis heißt das: Ohne Premium gehen die meisten Anfragen ohne Notiz raus. Dann trägt dein Profil die ganze Arbeit. Headline, Bild und die ersten Zeilen im Info-Bereich entscheiden, ob jemand annimmt. Wie du das aufbaust, steht im Artikel Das perfekte LinkedIn-Profil.

Wie viele InMails bekomme ich in welchem Plan?

InMails sind Nachrichten an Personen, mit denen du nicht vernetzt bist. Jeder Plan bekommt ein festes Monatskontingent. Ungenutzte Credits sammeln sich bis zu einer Obergrenze an [4]:

PlanInMails pro MonatMaximal angesammelt
Premium Career515
Premium Business1545
Recruiter Lite30120
Sales Navigator Core50150

Laut LinkedIns Planvergleich bekommen auch Advanced und Advanced Plus je 50 InMails pro Monat [5]. Bei Sales Navigator kommen neue Credits am Ersten jedes Monats, bei Premium am ersten Tag deines Abrechnungszeitraums [4].

Ein Detail, das viele übersehen: Wird eine InMail innerhalb von 90 Tagen angenommen, abgelehnt oder beantwortet, bekommst du den Credit zurück [4]. Gute, gezielte InMails kosten dich also unterm Strich weniger als Massennachrichten, die niemand beantwortet.

Gibt es eine Obergrenze für Kontakte?

Ja. Laut LinkedIn sind höchstens 30.000 Kontakte ersten Grades möglich [7]. Danach ersetzt LinkedIn den Button „Vernetzen“ durch „Folgen“. Die Zahl der Follower ist dagegen unbegrenzt [7]. Für die meisten Profile ist diese Grenze weit weg. Relevant wird sie für Personen, die über LinkedIn eine große Reichweite aufbauen. Für sie ist „Folgen“ ohnehin der bessere Standard-Button.

Warum sind Automatisierungs-Tools das größte Risiko?

Viele Tools versprechen, Anfragen und Nachrichten automatisch zu verschicken. LinkedIn ist hier eindeutig: Software und Browser-Erweiterungen, die die Seite automatisieren, Daten auslesen oder verändern, sind nicht erlaubt [6]. Wer sie nutzt, verstößt gegen die Nutzervereinbarung und riskiert, dass der Account eingeschränkt oder gesperrt wird [6].

Für ein persönliches Profil, das über Jahre aufgebaut wurde, ist das ein schlechter Tausch. Ein gesperrter Account kostet mehr als jede eingesparte Stunde. Deshalb arbeiten wir ohne solche Tools. Wir bereiten Listen und Texte vor, verschickt wird von Hand.

Wie plane ich Outreach innerhalb der Limits?

Beispiel (fiktiv, typischer Aufbau aus unseren Projekten): Ein Vertriebsleiter eines Softwarehauses will pro Woche neue Kontakte bei Fertigungsbetrieben knüpfen. So könnte seine Woche aussehen:

BausteinPro WocheWarum
Verbindungsanfragen60–80deutlich unter dem Wochenlimit von 200
Davon mit Notizallemit Premium, Notiz mit konkretem Anlass
InMailsca. 10nur an Entscheider ohne gemeinsamen Kontakt
Offene Einladungen zurückziehenälter als 3–4 Wochenhält die offenen Einladungen klein
Kommentare bei der Zielgruppe15–20macht den Namen vor der Anfrage bekannt

Der Plan bleibt mit Abstand unter jeder Grenze. Trotzdem entstehen pro Woche dutzende neue Kontakte bei genau der richtigen Zielgruppe. Entscheidend ist die Annahmequote, nicht die Menge. Sinkt sie deutlich, stimmt meist die Zielgruppe oder die Notiz nicht. Dann hilft es mehr, die Liste zu schärfen als das Tempo zu erhöhen.

Was tust du, wenn du eingeschränkt wurdest?

Erst einmal nichts erzwingen. Ein zweiter Account oder ein Tool, das die Sperre umgehen soll, macht es nur schlimmer. Nutze die Wartezeit lieber für drei Dinge:

  • Liste prüfen. Wen hast du in den letzten zwei Wochen angefragt? Passten die Leute wirklich zu deinem Thema? Viele ignorierte Einladungen sind laut LinkedIn ein Grund für Einschränkungen [3].
  • Notiz prüfen. Klingt sie nach Verkauf? LinkedIns Community-Richtlinien sagen klar, dass Einladungen nicht für Werbebotschaften an Fremde gedacht sind [8]. Ein konkreter Anlass wirkt besser als ein Angebot.
  • Andere Wege nutzen. Kommentare unter Beiträgen deiner Zielgruppe und Nachrichten an bestehende Kontakte laufen nach unserer Erfahrung weiter.

Nach der Sperre startest du langsam. In unseren Projekten halbieren wir das Tempo für zwei Wochen. Alte offene Einladungen ziehen wir zurück, sobald das wieder geht.

Woran merkst du, dass du zu schnell bist?

LinkedIn warnt nicht immer vorher. Ein paar Signale sehen wir in Projekten aber immer wieder. Das sind Praxiswerte, keine Angaben von LinkedIn:

  • Weniger als ein Drittel deiner Anfragen wird angenommen.
  • Mehrere hundert Einladungen sind gleichzeitig offen.
  • Du verschickst Anfragen in kurzen Schüben statt verteilt über die Woche. Viele Einladungen in kurzer Zeit nennt LinkedIn selbst als Grund für Einschränkungen [3].

Trifft einer der Punkte zu, nimm Tempo raus. Prüf zuerst die Zielgruppe, dann die Notiz.

Lohnt sich Premium nur wegen der Limits?

Selten. Premium hebt das allgemeine Einladungslimit nicht auf, das gilt laut LinkedIn weiter [1]. Du bekommst unbegrenzt viele Notizen und ein paar InMails dazu. Wer pro Woche nur eine Handvoll Anfragen sendet, kommt mit dem kostenlosen Konto gut aus. Wer gezielt sucht und viele Leute außerhalb des eigenen Netzwerks erreichen will, schaut sich besser Sales Navigator an. Welcher Plan wofür passt, steht im Artikel Sales Navigator vs. Premium.

Die Kurzversion als Checkliste

  • Bis zu 200 Anfragen pro Woche, Reset jeden Montag
  • Offene Einladungen regelmäßig zurückziehen, bevor es zu viele werden
  • Notiz: 200 Zeichen, mit Premium 300 – ein Anlass, kein Pitch
  • Ohne Premium: 5 Notizen pro Monat, also das Profil stark machen
  • InMails: 5 bis 50 pro Monat je nach Plan, beantwortete InMails geben den Credit zurück
  • Keine Automatisierungs-Tools, sie verstoßen gegen die Nutzervereinbarung
  • Vor größeren Kampagnen die aktuellen Werte in der LinkedIn-Hilfe prüfen