Egal ob Neubau, Relaunch oder laufende Pflege: Wir messen jedes Website-Projekt an denselben Grundprinzipien. Nicht Trends, sondern die Basis, ohne die eine Website ihren eigentlichen Job – Besucher zu Kunden zu machen – nicht erfüllen kann.

1. Klarheit vor Kreativität

Ein Besucher entscheidet innerhalb von Sekunden, ob er bleibt. Diese Sekunden gewinnst du nicht mit einem originellen Slogan, sondern mit einer sofort verständlichen Antwort auf drei Fragen: Was macht ihr? Für wen? Was soll ich jetzt tun? Websites, die diese drei Fragen erst nach Scrollen beantworten, verlieren einen Großteil ihrer Besucher, bevor der eigentliche Inhalt überhaupt gelesen wird.

2. Geschwindigkeit ist ein Feature, kein Nice-to-have

Ladezeit ist längst kein rein technisches Detail mehr, sondern ein direkter Ranking-Faktor über die Core Web Vitals – und ein Conversion-Faktor obendrauf. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit senkt nachweislich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Besucher bleibt. Eine Website, die in unter 2,5 Sekunden auf Mobile lädt, ist keine Kür, sondern die Eintrittskarte, um überhaupt im Rennen zu bleiben.

3. Mobile ist der Standard, nicht die Ausnahme

Über 60 % des Traffics kommen inzwischen vom Smartphone. Google bewertet die mobile Version einer Seite als primäre Grundlage fürs Ranking (Mobile-First-Indexierung) – eine Seite, die auf Desktop entworfen und auf Mobile nur "angepasst" wurde, hat strukturell einen Nachteil, den kein noch so gutes Design im Nachhinein ausgleicht.

4. Ein einziger, klarer Call-to-Action pro Seite

Viele Websites bieten Besuchern fünf verschiedene nächste Schritte gleichzeitig an – Newsletter, Download, Kontakt, Demo, Social Media – und erreichen dadurch keinen davon zuverlässig. Eine starke Seite hat pro Abschnitt einen dominanten, wiederkehrenden Call-to-Action, der genau zur Phase der Kaufentscheidung passt, in der sich der Besucher gerade befindet.

5. Vertrauenssignale, die tatsächlich etwas belegen

Sterne-Bewertungen ohne Quelle, Kundenlogos ohne Kontext, "über 100 zufriedene Kunden" ohne Beleg – solche Signale werden von Besuchern zunehmend automatisch ausgeblendet. Was tatsächlich wirkt: konkrete Zahlen (Kennziffern statt Superlative), namentlich genannte Ansprechpartner mit echtem Foto, und Case Studies mit nachvollziehbarem Vorher-Nachher statt vager Erfolgsversprechen.

6. Inhalte, die selbst gepflegt werden können

Eine Website, bei der jede Textänderung eine externe Anfrage braucht, veraltet in der Praxis schneller, als den meisten bewusst ist – nicht weil niemand aktualisieren möchte, sondern weil die Hürde zu hoch liegt. Ein CMS, das zum tatsächlichen Pflegeaufwand im Team passt, ist wichtiger als eines mit möglichst vielen Funktionen.

7. Struktur, die auch Maschinen verstehen

Echte HTML-Hierarchie (H1 bis H3 als tatsächliche Überschriften-Struktur, nicht nur optisch gestylte Div-Blöcke) und strukturierte Daten (Schema.org) machen eine Seite nicht nur für Google lesbar, sondern zunehmend auch für KI-Suchsysteme wie ChatGPT oder Perplexity. Websites ohne diese Struktur werden von beiden Systemen schwerer erfasst – unabhängig davon, wie gut der Inhalt eigentlich ist. Mehr dazu im Artikel zu SEO vs. GEO.

Die Kurzversion als Checkliste

  • Antwortet die Seite in den ersten Sekunden auf "Was, für wen, was jetzt tun"?
  • Lädt sie unter 2,5 Sekunden auf einem echten Smartphone?
  • Ist die mobile Version eine eigenständige Erfahrung, keine geschrumpfte Desktop-Ansicht?
  • Gibt es pro Abschnitt einen klaren, dominanten Call-to-Action?
  • Sind Vertrauenssignale konkret und belegbar statt generisch?
  • Kann das Team Inhalte selbst und ohne externe Hilfe pflegen?
  • Ist die HTML-Struktur semantisch korrekt und mit Schema.org ausgezeichnet?

Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto eher funktioniert eine Website tatsächlich als digitaler Anlaufpunkt – unabhängig davon, wie alt oder neu sie ist.