Die kurze Antwort
Leg in der Search Console eine Domain-Property an und bestätige sie per DNS-Eintrag. Reich danach deine Sitemap ein. Danach zeigt dir der Leistungsbericht bis zu 16 Monate zurück, für welche Suchanfragen du erscheinst und wie oft geklickt wird [1][7]. Seit 2026 gibt es zusätzlich einen eigenen Bericht für KI-Übersichten und den KI-Modus [12].
Für den Alltag reichen fünf Berichte: Leistung, Seitenindexierung, Sitemaps, URL-Prüfung und Core Web Vitals. Einmal im Monat 15 Minuten genügen, um Probleme früh zu sehen. Die Checkliste dafür steht am Ende des Artikels.
Domain- oder URL-Präfix-Property: was soll ich wählen?
Beim Anlegen fragt dich die Search Console nach dem Property-Typ. Die Wahl bestimmt, welche Adressen in deinen Daten landen [1].
| Merkmal | Domain-Property | URL-Präfix-Property |
|---|---|---|
| Eingabe | beispiel.de | https://www.beispiel.de/ |
| Umfang | Alle Subdomains, http und https | Nur URLs mit genau diesem Anfang |
| Bestätigung | Nur per DNS-Eintrag | Mehrere Wege, z. B. HTML-Datei oder Meta-Tag |
| Gut für | Den Gesamtüberblick | Einzelne Bereiche, z. B. einen Blog |
Unsere Empfehlung: Starte mit der Domain-Property. Sie zeigt auch Daten von Adressen, an die du nicht denkst, etwa die Variante ohne „www“ oder eine alte Subdomain. Eine URL-Präfix-Property kannst du später zusätzlich anlegen, wenn du einen Bereich einzeln auswerten willst.
Wie bestätige ich, dass mir die Website gehört?
Für eine Domain-Property legst du einen TXT- oder CNAME-Eintrag bei deinem Domain-Anbieter an. Die Search Console zeigt dir den Wert an. Bei URL-Präfix-Properties gehen auch eine HTML-Datei, ein Meta-Tag, der Google-Analytics-Code oder der Google Tag Manager [2].
- Eintrag dauerhaft stehen lassen. Google prüft regelmäßig, ob der Nachweis noch da ist. Löschst du ihn, verlierst du nach einer Frist den Zugriff [2].
- Zugriff in der eigenen Firma halten. Leg die Property mit einem Firmenkonto an. Agenturen und Freelancer bekommen Nutzerrechte, aber nicht das einzige Inhaberkonto.
- Zweiten Inhaber eintragen. Fällt eine Person weg, bleibt der Zugang erhalten.
Wie lese ich den Leistungsbericht richtig?
Der Leistungsbericht ist das Herzstück. Er zeigt vier Kennzahlen [3][4]:
- Klicks: Wie oft jemand aus der Google-Suche auf deine Seite geklickt hat.
- Impressionen: Wie oft ein Link zu deiner Seite in den Ergebnissen sichtbar war. Bei Karussells zählt er erst, wenn er ins Bild gescrollt wurde.
- CTR: Klicks geteilt durch Impressionen.
- Durchschnittliche Position: Der Durchschnitt deiner jeweils besten Position pro Suchanfrage.
Die Position wird oft falsch gelesen. Google erklärt es so: Erscheinst du bei Suchanfrage A auf Platz 2 und bei Suchanfrage B auf Platz 3, ist der Durchschnitt 2,5 [4]. Eine Position von 8 heißt also nicht „Platz 8 bei Google“. Sie ist ein Mittelwert über viele Suchen, Länder und Geräte. Schau deshalb immer auf einzelne Suchanfragen und Seiten, nicht nur auf den Gesamtwert.
Drei Eigenheiten solltest du kennen:
- Seltene Suchanfragen fehlen. Aus Datenschutzgründen zeigt Google anonymisierte Suchanfragen nicht in der Tabelle. Deshalb ergibt die Summe der Zeilen oft weniger als der Gesamtwert [5].
- Die Daten sind verzögert. Normalerweise sind sie nach zwei bis drei Tagen da. Die Tabelle zeigt höchstens 1.000 Zeilen [6].
- Marke und Nicht-Marke trennen. Ein eigener Filter trennt Suchanfragen mit und ohne deinen Firmennamen. Er ist nicht für Websites mit wenigen Impressionen verfügbar [5]. Wer schon dich sucht, kennt dich. Neue Kunden findest du über die Suchanfragen ohne Markennamen.
Beispiel: Eine Seite hat viele Impressionen, Position 6 und eine CTR unter einem Prozent. Dann lohnt es sich meist, Titel und Beschreibung zu überarbeiten. Die Seite wird gesehen, aber selten geklickt.
Warum sind nicht alle meine Seiten indexiert?
Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt alle URLs, die Google kennt, und ob sie im Index sind [8]. Ein rotes „Nicht indexiert“ erschreckt viele. Google selbst sagt aber: Nicht jede URL muss indexiert sein. Ziel ist, dass jede wichtige Seite in ihrer kanonischen Version im Index steht [8].
- Seite mit Weiterleitung oder Duplikat: Meist gewollt. Google zeigt nur eine Version einer Seite.
- Durch „noindex“ ausgeschlossen: Richtig bei Danke-Seiten oder internen Seiten. Ein Alarmsignal, wenn eine Leistungsseite darunter steht.
- Gefunden – zurzeit nicht indexiert: Google kennt die URL, hat sie aber noch nicht gecrawlt.
- Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert: Google hat die Seite gelesen, aber (noch) nicht aufgenommen. Oft hilft es, den Inhalt zu stärken und intern besser zu verlinken.
- Nicht gefunden (404): Unproblematisch, wenn die Seite bewusst entfernt wurde. Hat sie Links von außen, leite sie auf eine passende Seite um.
Hast du einen Fehler behoben, kannst du im Bericht die Prüfung starten. Das dauert laut Google meist etwa zwei Wochen [8].
Wofür brauche ich den Sitemaps-Bericht?
Hier trägst du die Adresse deiner XML-Sitemap ein, meist /sitemap.xml. Google erfährt so, welche Seiten es gibt. Der Status „Erfolgreich“ heißt: Alle URLs stehen in der Warteschlange fürs Crawling [9]. Eine Garantie für die Indexierung ist das nicht [9]. Prüf nach jeder größeren Änderung, ob der Status noch stimmt und die Zahl der gefundenen URLs plausibel ist.
Was kann die URL-Prüfung?
Gib oben in die Suchleiste eine einzelne Adresse ein. Du siehst dann, ob die Seite im Index ist, welche kanonische URL Google gewählt hat und wann zuletzt gecrawlt wurde. Wichtig: Das ist die gespeicherte Version, kein Live-Abruf [10].
Mit „Live-URL testen“ ruft Google die Seite sofort ab. So prüfst du, ob eine Korrektur angekommen ist. Danach kannst du die Indexierung beantragen. Die Zahl der Anträge pro Tag ist begrenzt, und eine Aufnahme ist nicht garantiert [10]. Für viele geänderte Seiten ist die Sitemap der bessere Weg.
Was zeigt der Core-Web-Vitals-Bericht?
Der Bericht nutzt Messwerte echter Chrome-Nutzer aus dem Chrome UX Report. Er bewertet drei Kennzahlen, getrennt nach Handy und Desktop [11]:
| Kennzahl | Misst | Gut |
|---|---|---|
| LCP | Wann der größte Inhalt geladen ist | bis 2,5 s |
| INP | Wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert | bis 200 ms |
| CLS | Wie stark das Layout beim Laden springt | bis 0,1 |
Kleine Websites sehen hier oft „Keine Daten“. Das ist kein Fehler: Ohne genug echte Besuche gibt es keine Felddaten [11]. Teste deine wichtigsten Seiten dann einzeln, etwa mit PageSpeed Insights.
Sehe ich, ob ich in KI-Übersichten auftauche?
Ja, inzwischen schon. Klicks und Impressionen aus KI-Übersichten und dem KI-Modus fließen in den normalen Leistungsbericht ein, unter dem Suchtyp „Web“ [13]. Getrennt ausweisen konnte man sie dort lange nicht.
Seit 2026 gibt es dafür einen eigenen Bericht zu generativen KI-Funktionen. Laut Google ist er seit dem 31. August 2026 für alle Websites weltweit ausgerollt [12]. Er zeigt, wie oft Links zu deiner Seite in KI-Übersichten und im KI-Modus angezeigt wurden. Du kannst nach Seiten, Ländern, Zeitraum und Gerät filtern. Klicks und Suchanfragen nennt die Hilfe-Seite für diesen Bericht nicht [12]. Siehst du ihn nicht, hatte deine Seite laut Google wahrscheinlich noch zu wenige solcher Impressionen.
Ob du in ChatGPT, Claude oder Perplexity erscheinst, zeigt die Search Console nicht. Was du dort steuern kannst, steht im Artikel KI-Crawler und robots.txt.
Brauche ich zusätzlich Bing Webmaster Tools?
Wir empfehlen es, denn der Aufwand ist klein. Bing Webmaster Tools kann Websites direkt aus der Search Console übernehmen. Sie sind danach automatisch bestätigt [14]. Bis erste Daten da sind, kann es bis zu 48 Stunden dauern [14].
Interessant ist Bing vor allem wegen Copilot. Seit Februar 2026 zeigt der Bericht „AI Performance“ als öffentliche Vorschau, wie oft deine Seiten in Copilot und in KI-Zusammenfassungen bei Bing zitiert werden. Er nennt auch die Suchbegriffe, mit denen die KI deine Inhalte gefunden hat [15]. Klickzahlen nennt die Ankündigung nicht.
Die 15-Minuten-Routine für jeden Monat
Diese Checkliste nutzen wir als Startpunkt. Setz dir einen festen Termin, zum Beispiel am ersten Montag im Monat:
- Leistung (5 Minuten): Letzte 28 Tage mit dem Zeitraum davor vergleichen. Klicks und Impressionen deutlich gefallen? Dann nach Seiten filtern und die Ursache suchen.
- Suchanfragen ohne Marke (2 Minuten): Welche neuen Begriffe sind dazugekommen? Gibt es Fragen, auf die du noch keine Seite hast?
- Seiten mit schwacher CTR (2 Minuten): Viele Impressionen, wenig Klicks? Titel und Beschreibung auf die Liste setzen.
- Seitenindexierung (2 Minuten): Steht eine wichtige Seite unter „Nicht indexiert“? Mit der URL-Prüfung nachsehen.
- Sitemaps (1 Minute): Status „Erfolgreich“? Datum des letzten Lesens aktuell?
- Core Web Vitals (1 Minute): Neue URLs mit „Schlecht“? Dann die betroffene Vorlage prüfen.
- KI-Bericht (1 Minute): Welche Seiten erscheinen in KI-Übersichten? Gibt es Muster, etwa Ratgeber statt Leistungsseiten?
- Notiz (1 Minute): Drei Zahlen festhalten: Klicks, Impressionen, wichtigste neue Suchanfrage. So siehst du den Trend über Monate.
Und nach jedem Relaunch oder größeren Umbau: zwei Wochen lang wöchentlich statt monatlich prüfen. Was dabei sonst noch wichtig ist, steht in der Website-Projekt Checkliste.